M11 Racing Team

Interview

Im Gespräch mit der Nord-Connection…

Wir waren sehr daran interessiert, wie Familie Ketelsen den Alltag in Sachen Juniorenspeedway mit dem Deutschen Meister 2013 der Klasse Junior A Melf Ketelsen bewältigt. Hierzu stellten sich Melf (M11), Mama Martina und Papa Mario Ketelsen den Fragen der Nord-Connection. Wir wollen einmal einen kleinen Einblick geben, was so alles um den Sport passiert. Wir denken, dass es durchaus vorstellbar ist, dass sich Speedwayanhänger auch für den Nachwuchs interessieren, es aber nur wenige Informationen über unsere kleinen Helden und Heldinnen (!) gibt.

Wir nutzten unsere gute Beziehung zum M11 Racing Team und stellten einfach unsere Fragen und erhielten sehr interessante Antworten…

 

    Hallo, das sehr erfolgreiche Jahr 2013 ist nun schon lange vorbei. Wenn Ihr zurückblickt, was hat Euch am meisten beeindruckt, was war das schönste Erlebnis und worüber habt Ihr Euch am meisten geärgert?

  M11:

Am meisten beeindruckt war ich von einem Ekstra-Liga Rennen in Gorzow, was wir  uns letztes Jahr angeguckt haben. Wahnsinn!!!

Gefreut hat mich am meisten der Titel in der Junior A, welchen ich erringen konnte, ganz klar!!!

Wiederum habe ich mich um den 3.ten Platz bei der NBM dann ein wenig geärgert, denn da wär mehr drin gewesen.

  Martina+Mario:

Für uns war das schönste Erlebnis eindeutig das Rennen in Bad Zwischenahn, mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Beeindruckt waren wir vor allem über das, was M11 über das Jahr gesehen, dazu gelernt hat.

So hat er auch einige, sagen wir mal, normale Tage gehabt, aber dann auch wieder Tage, wo wir uns nur angeguckt haben und echt baff waren!!! Er hat sich auch ohne große Anlaufzeit auf die 80er gesetzt und war eigentlich sehr schnell sehr flott…

Worüber haben wir uns am meisten geärgert?? Schwer, aber vielleicht über die Erkenntnis, dass man sehr genau aufpassen muss, wem man was erzählt! Es gibt leider Menschen, die einfach nichts in diesem Sport verloren haben, und damit sind keine Fahrer gemeint, sondern Leute die eigentlich immer außerhalb stehen!!! Aber genug dazu….


    Aufbauend auf dem letzten Jahr, was wollt Ihr ändern? Wollt Ihr weiterhin zweigleisig 50er und 80er fahren?

  Mario:

Wir werden ab 2014 nur noch  in der Klasse 80ccm starten, ganz einfach weil es einfacher ist, sich auf eine Sache zu konzentrieren, und weil wir (M11) hier enorm viel lernen können!!!


    Wie weit seid Ihr in der Vorbereitung auf die kommende Saison?

  Mario:

Derzeit sind wir auf der Zielgeraden d.h. die Teile, die benötigt werden, sind größtenteils hier, so dass wir demnächst hoffentlich fertig werden und am 22.3. das erste Mal in Jübek auf die Bahn rollen.


    Was habt Ihr im Winter für Euren Sport gemacht? (z.B. Ausgleichsport? Crossfahren?) Oder ruht der Speedwaysport im Winter bei Euch? Hat M11 noch andere Interessen außer Speedway?

  Martina+Mario:

Melf spielt leidenschaftlich gern Fußball und seit diesem Winter auch Handball und geht außerdem einmal die Woche in den Space-Curl im Fitness Studio in Jübek. Ja und dann ist er des Öfteren Motocross gefahren.

 
    Wie erklärt man  Eltern interessierter Kinder, wie man am besten an den Sport rankommt? Wo kann man mal reinschnuppern? Wie seid Ihr dazu gekommen? Was heißt es für die Familie, wenn der Spross Speedway fährt? Muss man Opfer bringen? Wie hoch ist der Aufwand, um diesen Sport zu betreiben?

  Mario:

Wenn man in diesem Sport mit seinem Kind anfangen möchte, sollte man eigentlich zum MC Mecklenburgring Parchim gehen, hier sind die Kinder die Könige und es wird echt was geboten für kleines Geld. Hier bekommt man auch die Gelegenheit, erst mal zu schnuppern. Wir selbst sind durch Melf in diesen „Wahnsinn“ getrieben worden. Er war halt mal mit in Brokstedt, Vechta oder damals noch Jübek und war immer scharf auf ein Motorrad. Erst mal angefangen, ist es dann wohl sehr schwer, wieder da raus zu kommen, weil es eben Spass macht, auch wenn es doch ziemlich kostenintensiv ist, wenn man es vernünftig machen möchte.


    Hand auf´s Herz! Wie sieht es mit der Schule aus, wenn man so viel unterwegs ist?

  Martina+Mario:

Oberste Priorität hat, na klar, die Schule, aber wenn man M11 mit Trainingsausfall etc. kommt, geht alles irgendwie gleich viel flüssiger und so hat es vielleicht auch hier was Positives.


    Wo trainiert Ihr? Und wie oft?

  Mario:

Wir trainieren auf unserer Bahn in Jübek gerade im Frühjahr recht viel, und dann versuchen wir, einmal pro Woche in DK zu trainieren, sinnigerweise dort, wo Melf am Wochenende Rennen hat. Dadurch, dass hier immer Gegner sind und mit Startband trainiert wird, sind die Jungs schon im jungen Alter mit dieser Kontaktsportart weiter, als es hier zu Lande der Fall ist, wo Startband aufbauen z.B. schon viiieeeel zu aufwendig ist. Darüber hinaus sind die Bahnen dort kaum mal 200 Meter lang, was dem Lernen der Technik entgegen kommt.


    Wer gehört alles zum Team?

  Mario:

M11 , Mama, Papa und Paula (unsere kleine Jackie-Lady)… naja und dann noch so 1-2 externe Helfer und Berater!!!!


    Wie viele Maschinen hast Du, M11? Wer kümmert sich um die Technik?

  M11:

Dieses Jahr sind es 2 Maschinen, beide annähernd gleich und Papa ist der Mechaniker…


    Wird man M11 in Deutschland überhaupt noch sehen? Fährt er nur in Dänemark?

  Mario:

Das ein oder andere Rennen werden wir wohl in Deutschland fahren. Dazu gehört evtl. Nordhastedt an Himmelfahrt und Güstrow zu Pfingsten, alles weitere wird sich dann ergeben. Die meisten Rennen werden allerdings in Dänemark sein, wo wir diese Saison für den Holsted Speedway Klub in der 3.Division starten und an mehreren offenen Renn-Veranstaltungen teilnehmen….unseren Terminplan kann man auf unserer Internetseite www.m11-racing-team.de.tl einsehen.

 

    Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, unsere Fragen zu beantworten, vielleicht weckt das ja Interesse bei neugierigen Kindern und Vätern (Müttern)…und als große Fans von M11 wünschen wir natürlich Hals und Beinbruch für die Saison 2014!

 
das Interview führte...

Thomas Thode

Die Nord-Connection

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